Warum man besser nicht DJ werden sollte

Die 9 Verbote von Disco Boy Gordon.

Warum man besser nicht DJ werden sollte: Die 9 Verbote von Disco Boy Gordon.
Fast jeder will heutzutage DJ werden. Leider - mag man schon meinen. Denn so schwer ist das nach den neuesten Erkenntnissen offenbar nicht. Man betrachte beispielsweise einige Exemplare der komplett talentfreien und offensichtlich zudem völlig rythmuslosen Spezies, wie Micaela Schäfer, Paris Hilton und Artverwandte. "Disco Boy" Gordon Hollenga erhebt in seiner aktuellen Kolumne den virtuellen Zeigefinger und verrät, was an dem vermeintlichen Traumjob nicht so dolle ist.
Gordon Hollenga und die neun Verbote:
 
Jeder ist heute DJ - und wenn nicht, will er oder sie es werden. Ich möchte hier und heute darum die Nachteile dieses Jobs aufzählen, um Euch vor Schlimmerem zu bewahren.

1. Du arbeitest überwiegend nachts, wenn alle anderen frei haben. Folge: Entsozialisierung. Einladungen zu Geburtstagsfeiern bleiben aus. Denn: Du hast eh keine Zeit am Wochenende. Wenn Deine Freunde Dich dabei haben wollen, müssen sie Dich buchen.
2. Du wirst niemals eine lange Beziehung haben. Nach meistens einem Jahr nimmt die Begeisterung, dass Dich Dein Partner zur Arbeit begleiten, hinter Dir am DJ-Pult stehen und umsonst trinken darf, rapide ab. Auch ist es nicht förderlich, dass Du bei der Arbeit vom anderen Geschlecht angehimmelt wirst, jedes Wochenende unterwegs bist und noch schläfst, obwohl der Kaffeetisch bei Oma längst gedeckt ist.
3. Du prostituierst dich. Oder wie würdest Du es nennen, wenn Dir jemand Geld dafür bezahlt, dass Du nachts vorbeikommst und nur selten das spielst, was Du wirklich gut findest? Denn Du bist abhängig von den Clubmachern, die Dich buchen. Und nur, wenn Du die Tanzfläche die ganze Nacht zum Beben bringst, wirst Du wieder gebucht. Wenn nicht, kannst Du gleich Zuhause bleiben. Selbstverwirklichung adé!
4. Du darfst nie krank sein. Denn: Kommst Du nicht zum Auftritt, gibt es keine Gage. Ich habe in den fast 25 Jahren, die ich nun auflege, noch keinen Gig versäumt. Auch musst Du stets gut gelaunt zur Arbeit erscheinen. Denn ohne gute Laune wirst Du garantiert keine Partystimmung kreieren können.
5. Du arbeitest bei fast 100 Dezibel. Das ist zu vergleichen mit Baustellenlärm und wird Dich später unweigerlich zum Träger eines Hörgerätes machen.
6. Du musst trinkfest sein. DJ ist wahrscheinlich der einzige Job, bei dem man Alkohol regelmäßig angeboten bekommt. Deine Krankenversicherung inklusive der wahrscheinlichen Lebertransplantation musst Du selbst bezahlen.
7. Du verbringst die meiste Zeit im Zug,am Flughafen und im Hotel. Weswegen Du nur dann DJ werden solltest, wenn Du Dich mit Dir alleine nicht einsam fühlst.
8. Du arbeitest 24/7, denn "DJ" ist ein Fulltime-Job. Um am Wochenende auflegen zu dürfen, musst Du unter der Woche wie verrückt überall posten, wie geil es am Freitag und Samstag bei Dir abging und wie sehr Du Dich auf die nächsten Shows freust. Du musst Dir neue Musik besorgen und sie für Dein Set vorbereiten. Wenn Du eines Tages ein Großer werden willst, musst Du eigene Tracks produzieren oder haufenweise Remixe und Mashups unters Volk und die Kollegen bringen. Dein Name muss bekannt werden - zur Not mit dem Holzhammer. Dieses Pensum schafft nur, wer rund um die Uhr online und am Start ist. Am besten klonst Du Dich - oder schaffst Dir so wie ich einen Partner zum Auflegen an. Den wird man nicht so schnell los wie eine DJ-Freundin und man teilt sich die Arbeit. Über die Vor- und Nachteile dieses Geschäftsmodells werde ich vielleicht nächstes Mal schreiben.
9. Deine Konkurrenz ist nicht nur Avicii oder David Guetta. Du musst Dich auch messen lassen mit Micaela Schäfer oder Oliver Pocher. Willst Du das wirklich?
Frohes Fest - und immer feste feiern! 
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