Wenn Muschis Dancemusic machen
Oder: Warum EDM nicht in jeden Werbespot gehört.

Wenn Werbeagenturen Electronic Dance Music benutzen, um ein Produkt anzupreisen, dass weder etwas mit dem Produkt noch mit Electronic Dance Music zu tun hat, dann fragt man sich, was beide Seiten davon haben? So kürzlich bei einem Hersteller geschehen, der Muschis und EDM dafür benutzt hat, um das zu vermarkten, was Muschis eben gerne fressen.
Wenn virale Werbung funktionieren soll, sollten Bild und Ton zumindest den Anschein machen, dass sie im Einklang sind. Beim Werbevideo von „Meow Mix“, übrigens das bekannteste und einnahmestärkste Tiernahrungsmittelmarken der USA und damit bei Muschis alias Katzen sehr beliebt, hat das irgendwie nicht funktioniert. Hier haben die Werbemacher einfach den bekannten „Meow Mix“- Jingle von DJ Ashworth remixen lassen, um daraus einen (Achtung!!!) Electronic Dance Musik Muschi-Song zu machen.
Eigentlich gar keine schlechte Idee. Nur an der Umsetzung hapert es irgendwie:
Natürlich wollen die Werbemacher ihre Werbung der Zeit anpassen und natürlich wollen sie, dass die potentiellen Käufer bei Laune gehalten werden. Aber mit Bass, Synths und weiteren Stilelementen der Electronic Dance Music umzugehen, ist scheinbar doch anspruchsvoller, als bei dieser Produktion geschehen. Es gibt aber auch Beispiele, bei denen die Werbemacher Electronic Dance Music besser wussten in Szene zu setzen. Und auch das Produkt:
Merke: Cool ist eben nicht gleich cool und Katzenvideos funktionieren hauptsächlich wegen der Katzen und nicht wegen der Musik! Unser Fazit: Ein klarer Fall von Katzenjammer! Was denkt ihr?
Foto: Screenshot Meow Mix Song | EDM Remix by Ashworth via Youtube








