Themen: Fun, Internet, Kriminalität
Wenn Oma online ist...
Facebook und unsere Großeltern.

Aber man glaubt es kaum, unter den Senioren ist ein neues Phänomen zu vermerken. Schon über zwei Drittel aller Internetnutzer zwischen 50 und 64 Jahren sind bei einem sozialen Netzwerk angemeldet. Oma und Opa wenden sich offenbar immer mehr dem Stricken und Häkeln ab, um lieber einen Blick auf den neuesten Klatsch bei Facebook zu werfen.Immerhin will man bei dem großen Hype mitmachen. Man ist ja nicht von gestern. Und dabei wird ein Ziel besonders hartnäckig verfolgt:
die KOMMUNIKATION MIT KIND UND ENKEL.
„Wenn sie uns nicht besuchen, kommen wir halt zu ihnen!“ Mit dem konsequenten Drücken vor einem Date mit Oma und dem angeblich so vollen Terminkalender hat es sich dann auch erledigt. Ist man einmal mit den lieben Großeltern „befreundet“, muss man mit den Konsequenzen rechnen. So schmücken nicht nur etliche Katzenbilder deinen Newsfeed, auch das Mittagessen und Weihnachtsplätzchen werden kräftig hochgeladen und beharrlich dokumentiert.
Aber das Beste kommt noch: Nie wieder Kaffee und Kuchen bei Omi verpassen! Dank wöchentlicher Einladung zur Veranstaltung "Omas Kaffekränzchen" kann nur noch schwerlich abgelehnt werden. Besonders schwierig wird das dann, wenn auch noch die peinlichen Fotos der letzten Sauftour von Freunden dick und fett auf deiner Facebookseite prangen. Oma erklären, dass man sich leider einen Magen-Darm-Virus eingeheimst hat und bedauerlicherweise nicht zum sonntäglichen Schunkel-Umtrunk kommen kann, zündet dann auch nicht mehr. Prost Mahlzeit.
Bildquelle/Flickr J.Bower Jürg








