Themen: Techno, Musik, Party, Ibiza, Club, Lifestyle, Sven Väth

Wie Techno Ibiza groß machte

Mit Bass und Spaß zur Partyinsel.

Noch in den 70er Jahren war Ibiza lediglich unter den Hippies bekannt und galt als Geheimtipp für heimliche Aussteiger. Mittlerweile zieren Ferraris, Privatjets und Top-Models die Landschaft der Baleareninsel. Fakt ist: Ibiza wäre ohne Techno niemals zu dem geworden, was es heute ist. Eine Partyinsel mit reichlich Bass und Spaß.

Promi-Magazine und Paparazzi reißen sich um die ibizenkischen Hotspots, wie dem Kreisverkehr vor der Marina Botafoch, dem Pacha, die Designerhotels, dem Yachthafen oder den Schönheitssalon, wo sich Stars wie P. Diddy, Kanye West, Kim Kardashian, Kate Moss, Paris Hilton und Justin Bieber gegenseitig die Klinke in die Hand geben. Feiern gehen die Stars dann in Edelbars wie dem „Madrigal", in Club- und Partyschlösser wie dem „Kilometro 5" an der Landstraße nach Sant Josep oder Sven Väths legendärem „Cocoon Club“.

Und wo einst die ersten Raver der Insel tanzen, turnen heute die Stars und Sternchen umher. In starkem Kontrast dazu steht natürlich das Viertel Sant Antoni de Portmany mit seinen Billighotels, Otto-Normal-Touristen und lärmenden Ravern und Hooligans. So unterschiedlich und vielschichtig das Ibiza-Publikum auch sein mag, in einer Sache sind sie alle gleich: In der Hitze der Nacht tanzen sie alle zu den wummernden Bässen des Techno.

Und diese Musik, die auch heute noch die Insel zusammenschweißt, schreibt gleichzeitig ihren Ursprung der Beliebtheitsgeschichte. Der schunkelige Liveclub „Teatro" und der mittlerweile schwindelerregend edle Lokal-Komplex „Pacha“ zählten einst zu Institutionen der ersten Stunde, als Anfang der 70er Jahre die ersten Hippies und Raver aus dem weit entfernten Amerika auf die Insel einfielen und ihr einen Charakter von Freiheit, Frieden und Unbekümmertheit verleihten. Während in ihrer Heimat  der Vietnamkrieg seine Spuren hinterließ.

Doch auch die, die noch heute nach Frieden und Freiheit auf Ibiza suchen, werden fündig: Zwar mit weniger Bass, dafür aber auf Bird Watching Touren im ruhigen Norden der Insel oder bei geführten Wanderungen durch die eigenwillige Natur. Und auch der Badeort Portinatx ist von dem Partyalarm kaum berührt. Doch auch dieser Teil der Insel, wäre wohl heute nicht das, was er ist, wenn nicht damals der Techno gewesen wäre. Denn es gibt keinen anderen Ort auf der Welt, wo der Strukturwandel so eng an die elektronische Musik geknüpft ist! Elektronische Musik, insbesondere Techno, schweißt eben zusammen. Sogar eine ganze Insel.

Foto: Xamonich via Flickr.com.

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