Themen: Party, Oktoberfest, Wiesn
Wiesn-Bilanz: Oktoberfest 2013
Gewalt statt Gemütlichkeit?

16 Tage verbrachten rund 6,4 Millionen Gäste in München auf der Wiesn. Am Sonntagabend dann das Ende des 180. Oktoberfestes. 6,7 Millionen Maß Bier flossen über die Theken. 114 Ochsen, 58 Kälber und Tausend Hendl wurden verdrückt.
Die Veranstalter zitierten die Bilanz der Wiesn mit „Richtig viele Besucher, richtig viel Bier“. Erfreut waren unteranderem auch das Rote Kreuz und die Bayrische Polizei. 20 Prozent weniger Menschen, die das Rote Kreuze versorgen und behandeln mussten als im Jahr 2011. Ein Mädchen (17) wird den Helfern allerdings im Gedächtnis bleiben. Bereits mittags misst man bei ihr auf dem Oktoberfest einen Promillewert von 3,4. Ein Fall fürs Jugendamt.
„Mit dem Gesamtverlauf der diesjährigen Wiesn sind wir durchaus zufrieden“, so Polizeivizepräsident Robert Koop. Trotz zunehmenden Straftaten, sank die Anzahl der Körperverletzungen auf lediglich 99 Delikte. Ebenfalls abfallend war die Maßkrugschlägerein, während Sexualdelikte sich ähnlich anhäuften wie im vorherigen Jahr. Unter den 449 Körperverletzungen geht eine äußerst brutale Gewalttat in die Geschichte des Oktoberfestes ein. Eine alkoholisierte Amerikanerin (30) stritt sich mit einem 23- jährigen Australier in einem der Festzelte. Schnell flogen Fäuste auf den jungen Mann ein, bis die Dame ein Stück seiner Unterlippe abbiss. Sie wurde verhaftet und dem Australier seine Unterlippe wieder angenäht.
Es gab viel Arbeit, dennoch eine normale Wiesn. Und gekotzt wurde auch.








