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Wikipedia oder Schwindelpedia?
Wie vertrauenswürdig ist die Online-Enzyklopädie?

„Schwindelpedia“ und „Wikilügia“ sind nur zwei der Spitznamen, die Internetuser der freien Enzyklopädie gegeben haben. 2004 wurde das Projekt ins Leben gerufen und ist seither nicht mehr wegzudenken. Das scheinbar Schöne an Wikipedia: Jeder kann sein Wissen teilen, indem er Artikel zu bestimmten Themen schreibt oder ergänzt. Doch genau an dieser Stelle liegt auch die Problematik.
Natürlich sind sich die Autoren bei Themen, wie der Farbe des Himmels oder der Musterung eines Zebras weitestgehend einig, doch bei Artikeln über Politik, Religion, Wissenschaft oder Ideologien kann besonders die Objektivität schnell verloren gehen. Je heikler das Thema, desto weniger wollen sich an einer möglichen Diskussion beteiligen. Zwar werden Änderungen von neuen Usern rasch überprüft und im Notfall auch wieder gelöscht, die sogenannten Power-User, welche regelmäßig etwas verfassen, sollen allerdings oft freie Hand haben und seltener in Frage gestellt werden.
Wer sich also bei seiner nächsten Schul- oder Uniaufgabe wirklich absichern will, sollte sich nicht alleine auf Wikipedia verlassen. Zwar kann man sich hier einen schnellen Überblick über ein Thema verschaffen, bei brisanten Angelegenheiten, sollte man dennoch lieber auf Fachliteratur zurückgreifen. Und in einem alten und dicken Buch herumzublättern ist doch auch mal was Schönes.
Foto: Flickr / Cary Bass








