Thema: Krass

Wissenschaftler warnen: So schädlich sind Schlaf-Apps

Deshalb solltest du lieber ohne Tracking ins Bett gehen.

Quelle: Marjan Apostolovic/Shutterstock.com

Wahrscheinlich hat jeder von uns schon mal schlecht einschlafen können oder hat ein Problem mit dem ruhigen Durchschlafen. Um dagegen etwas zu tun, muss man nicht immer direkt zu Tabletten greifen. Stattdessen nutzen viele immer häufiger diverse Schlaf-Apps. Jetzt kam jedoch heraus, dass die genau das Gegenteil bewirken können.

Ob Kalorien, Schritte oder den Zyklus, heutzutage tracken wir alles – so auch unseren Schlaf. Mit den Apps versuchen wir, unseren Rhythmus aufzuschlüsseln und ihn im Idelfall zu verbessern. Doch scheinbar können die Schlaf-Apps für einen gesunden Schlaf eher kontraproduktiv sein.

Dr. Guy Leschziner, der Spezialist für Schlafstörungen am Guy’s Hospital in London ist, warnt nun nämlich vor diesen Apps.  "Wir haben viele Menschen gesehen, die wegen Schlaf-Tracker eine Schlafstörung entwickelt haben. Sie beschäftigen sich so viel mit dem Thema Schlaf, dass sie sich damit ganz verrückt machen– und deshalb nicht mehr zur Ruhe kommen", erklärt er gegenüber The Guardian.

GIF via giphy.com

Die Aufzeichnungen, die solche Apps machen, richten sich lediglich nach den Körperbewegungen der Person und geben dadurch keinesfalls Einblicke in die Qualität des Schlafes. Daher erläutert der Mediziner, dass man auch keine App braucht, um zu wissen, ob man gut geschlafen habe – das merkt man morgens schließlich ganz allein.

Auch eine Studie, die im Journal of Clinical Sleep Medicine erschien, zeigt, dass Schlaf-Tracking sogar zu Orthosomnia führen kann. Dabei handelt es sich um eine neue Schlafstörung. Es gibt nämlich keinen Regelwert, wenn es um Schlaf geht. Zwar sollte man bestensfalls acht Stunden schlafen, aber manche Leute kommen auch mit weniger zurecht. Wenn eine App sie dann warnt, dass sie zu wenig schlafen, fühlen sich viele auch automatisch schlechter.

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Sinnvoller als Apps ist hingegen eine bestimmte Routine vor der Nachtruhe. So sollte man beispielsweise auf Koffein und die Blaulichtbestrahlung des Smartphones verzichten und sich eventuell kleine Rituale wie Dehnübungen oder Meditation aneignen. Doch auch hier sind die Entscheidungen und Wirkungsweisen ganz individuell von der Person abhängig.

Foto: Marjan Apostolovic/Shutterstock.com

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