Themen: Timo, Maas

World League feat. Timo Maas

TIMO MAAS (4:Twenty, 99 Percent/ Auetal)

"It's the first day of the rest of your life" heißt es auf der Single zum zweiten Timo Maas-Album Pictures. Es könnte das Motto des 36-jährigen DJs und Produzenten sein - mit beiden Beinen im Moment, in Gedanken schon in der Zukunft. Seit fast fünfundzwanzig Jahren und bei tausenden von DJ-Sets verwandelt Timo Maas Energie in Ekstase, mischt aus genialen und geschmackvollen Dance-Kombinationen mit Zutaten von Hip Hop über Alternative bis R&B den Soundtrack durchtanzter Nächte. Trotzdem sieht er sich nicht als Alchemist, eher als Handwerker, und ruht sich auch nie auf Erfolgen aus, sondern erfindet sich ständig neu. Mehr noch: Timo Maas legt nicht auf, er macht seinen Sound. Unermüdlich, rastlos, weltweit. Am liebsten die ganze Nacht lang, mindestens vier bis fünf Stunden, eher Trip als Gastspiel - im Juni letzten Jahres in Warschau sogar als Support-Act seiner Jugendhelden Depeche Mode. Wenn der Floor kocht und das Publikum kreischt, erklärt Timo Maas gerne: "Ich würde sagen, ich fang dann jetzt mal so in zwanzig Minuten an."

Der Blick nach vorn und das Ohr für den perfekten Moment haben den gelernten Telekommunikationsingenieur aus der Nähe von Hannover weit gebracht: Von der örtlichen Großraumdisko in den achtziger Jahren bis zu Residencies im The End ("Best Venue" des Time Out Live Award, London), dem neuen Pacha in New York und dem DC10 auf Ibiza im Jahre 2006. Von hochkarätigen Remixen und einer stolzen Grammy-Nominierung bis zu etlichen eigenen Produktionen, zwei eigenen Artist-Alben und seinem Label 99 Percent.

"Ich gehe an jeden Gig, an jedes einzelne Set und jede Produktion heran, als ob es das letzte Mal wäre", sagt Timo Maas, dessen Name übrigens weder ein Pseudonym noch eine Abkürzung ist (obwohl "a Thousand Incredible Moments Of Music And Aural Sensations" passen würde). "Das geht nur, weil ich hundertprozentig an das glaube, was ich mache. Ich liebe meinen Job!" Das merkt man, nicht nur wenn Timo Maas nach acht Stunden an den Decks zum Sonnenaufgang mal wieder der "Last Man Standing" ist. Vor allem auch, wenn er sich dann, eben aus Toronto oder Tokyo zurück auf seinem Bauernhof mit der umgebauten Schallplattenscheune, noch mal hinstellt und einen neuen DJ-Mix aufnimmt. So wird die Ekstase der Nacht wieder zur Energie des DJs. Und die kommt natürlich, so schließt sich der Kreis, auch seinen Remixen und Produktionen zugute. Mit zahlreichen Singles, Mixes und sogar Alben, sorgt Timo Maas, immer an der Seite seines Sounddesigners Martin Buttrich, seit Jahren für Furore. Dazu kommen Produktionen für sein neues Label 99 Percent, das seinen Namen einer großzügigen Vinylpolitik verdankt. "Ich lege selbst fast ausschließlich Vinyl auf", sagt Timo Maas. "Und das muss natürlich auch mein Label reflektieren." Die ehrgeizige Neugier des sympathischen Soundsuchers und Talentfinders beweist sich natürlich auch mit den aktuellen Veröffentlichungen der Maas-Protegés Loco Dice und Daniel Taylor (M.O.R.D.). "Ich liebe es, Erwartungen gerade nicht zu erfüllen", betont Timo Maas. Und so schließt sich der Kreis, denn Timo Maas und World League haben eins gemein: Expect the unexpected...

www.timomaas.com
www.worldleague.de

Teile diesen Beitrag:
FacebookTwitterWhatsAppMessenger
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren
"Fuck for Forest": Pornos für den Regenwald
Bald auch im Kino.
Genialer Geheimtipp: So entfernst du Mitesser ohne zu quetschen
Und das in nur 3 Minuten!
Netflix-Trailer: Ist das der schlechteste EDM-Film aller Zeiten?
Der Trailer sorgt schonmal für viele Hater-Kommentare.
Ex-Cam-Girl packt über ihre Zeit als Paula Rowe aus
„Paula hat ja doch genug gemacht und auch Scheiß erlebt ...“
Heftig: So gefährlich ist der Trend Hautritzen
Diese Krankheiten können Narbentattoos auslösen.