Thema: Sex

WTF: Designerin pinkelt sich ein und macht daraus Mode-Kollektion

Erlaubt ist, was gefällt.

Quelle: Sergey Edentod/Shutterstock

Köperflüssigkeiten sind in der Öffentlichkeit immer noch ein großes Tabu, besonders die von Frauen. Immer wieder gibt es die endlose Diskussion darüber, ob Stillen im Park oder Restaurant ok oder ein No-Go ist. Wer weint, versteckt seine Tränen meist hinter den Händen und vom Dauerstreitthema Periode wollen wir erst gar nicht anfangen. Und auch eine weitere Flüssigkeit wird gerne totgeschwiegen: Urin. Dabei sind wir Menschen ohne ihn gar nicht lebensfähig. Dieses Stigma wollte eine Designerin nicht länger akzeptieren und macht vollgepisste Hosen nun zum Fashion-Statement.

Dimitra Petsa wählte für ihre Master-Kollektion an der Central Saint Martins ein ganz spezielles Thema: Körperflüssigkeiten und zwar vor allem die von Frauen. Neben Schweiß und Urin geht es in ihrer Mode beispielsweise auch um Muttermilch. Um Kleidung nass wirken zu lassen, entwickelte Dimitra laut Vice ein extra Verfahren. So färbte sie etwa Schweißflecken auf T-Shirts und entwarf sogar Nippel-Piercings aus Glas, die Milchtropfen nachempfunden sind. Die Idee für ihren ganz eigenen Wetlook hatte die Griechin nachdem sie sich selbst eingepinkelt hatte.

 
 
 
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„Es war tatsächlich kein Unfall, sondern Teil meiner Performance-Kunst. Bevor ich mit meinem Fashion-Design-Master anfing, habe ich einen Bachelor in Performance-Kunst gemacht“, erklärt Dimitra im Interview. Für die nasse Selbsterfahrung setzte sie sich in Athen in eine U-Bahn und lies ihren Urin einfach laufen. „Für mich ist das die ultimative Metapher des Loslassens, sowohl meine Körperflüssigkeit als auch meine Scham. Dann kam mir endlich die Idee zu meinem ersten Design: eine Hose, die so gefärbt ist, als hätte sich jemand eingemacht. Tatsächlich habe ich auch meine Models dazu gebracht, sich während der Präsentation meiner Kollektion vollzupinkeln.“

 
 
 
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Mittlerweile gibt es schon den zweiten Teil ihrer Kollektion mit dem Namen „Wetness“. Dieses Mal hat Dimitra sich hauptsächlich auf das Thema Schwangerschaft konzentriert. Besonders die sogenannte „ekstatische Geburt“ war ihr dabei wichtig und sie möchte zeigen, dass Frauen auch mit einer Babykugel noch sehr sexuelle Wesen sind und sogar während der Geburt einen Orgasmus erleben können.

 
 
 
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Fotos: Sergey Edentod/Shutterstock

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