Thema: Krass
WTF: In Russland gelten kleine Brüste als „körperlicher Defekt“
Sexismus im Alltag!

Für viele gelten große Brüste immer noch als Schönheitsideal. Dass ein besonders üppiger Vorbau jedoch nicht nur Vorteile hat, wissen betroffene Damen nur allzu gut: Rückenschmerzen, Brustschmerzen beim Laufen oder Rennen und die leidige Suche nach passenden BHs sind oft Dauerthema. Doch nicht jede Frau ist mit einer prallen Oberweite ausgestattet und auch ein kleiner Busen ist schön. Dachten wir zumindest, denn jetzt zeigt ein Fall aus Russland, dass kleine Brüste dort als „körperlicher Defekt“ angesehen werden.
Unglaublich aber wahr: Eine russische Baufirma hat mit einem ziemlich sexistischen Plakat geworben. Dort zu sehen ist eine Frau, die mit einem Maßband den Umfang ihrer Brüste misst. Ihr Gesichtsausdruck ist irgendwo zwischen erstaunt und bestürzt einzuordnen. Doch das Bild alleine ist noch kein Grund zur Aufregung. Als Werbespruch ist darunter zu lesen, dass die Firma „kleine Preise und viele Komplexe“ anbietet. Bereits im April ging eine Beschwerde beim Anti-Monopol-Service (FAS) in der nordrussichen Hafenstadt Arkhangelsk ein. Der Vorwurf: Das Plakat sei sexistisch und Frauen gegenüber beleidigend, wie The Moscow Times schreibt.
Nun hat eine Kommission der Behörde festgelegt, dass das Werbeplakat gegen das Gesetz verstößt und eine „herablassende Darstellung von Frauen“ zeigt. Gleichzeitig besagt die Regelung jedoch, dass ein "Expertenrat festgestellt hat, dass die Werbung auf körperliche Defekte bei Frauen (kleine Brüste) hinweist", was zu einer Gegenreaktion bei Gleichstellungsaktivisten führt.
“Sexismus ist Teil unserer Kultur,“ so Frauenrechtlerin Anastasia Krasilnikova gegenüber der Nachrichtenplattform Meduza. Anfang des Jahres war Anastasia, die auch den Social Media-Hashtag “Museum of Sexism” ins Rollen gebracht hatte, das Plakat aufgefallen. Ein ähnlich unverschämtes Plakat hatte die betreffende Firma Akvilon Invest auch zum Jahreswechsel gebracht. Dort zu sehen ist eine übergewichtige Frau und die Bildunterschrift: „Sogar der Discount ist nach den Feiertagen fetter.“ Hierzu äußerte sich FAS bisher allerdings nicht.
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Foto: Anetlanda via Shutterstock.com








