Zu schwul für Hollywood
Kritik an "Behind the Candelabra".

Der Film erzählt die Lebensgeschichte des Pianisten des Sängers Liberace, der von 1950 bis 1980 weltberühmt war. Sein Leben lang dementierte er, dass er schwul sei. Nach seinem Tod veröffentlichte sein Chauffeur und Liebhaber Scott Thorson das Buch ,,Behind The Candelabra – My Life with Liberace‘‘ im Gedenken an seinen an AIDS verstorbenen Ex-Geliebten. So erzählt auch der Film von der geheimen Liebe zwischen Thorson ( Matt Damon) und Liberace (Michael Douglas).
Doch ursprünglich gab es schon vor dem Dreh einige Probleme, die das Projekt hätten platzen lassen können. So berichtete Damon der ,,Sunday Times‘‘, dass ihm der Regisseur Steve Soderbergh verraten hätte, „dass die Studios ganz offen Bedenken geäußert hätten, der Film sei einfach zu schwul". Die Verantwortlichen waren sich einfach nicht sicher, wie der Film beim Publikum ankommen würde. Die meisten Filmstudios wollten die Idee nicht unterstützen, weil sie sie für zu brisant hielten. Doch entgegen der Erwartungen wurde der Streifen bei den Filmfestspielen in Cannes mit großer Begeisterung aufgenommen und sogar für Oscar-würdig gehalten.
Das Komitee der Acadamy Awards sah dies allerdings anders und ließ den Film in Amerika bereits im TV laufen. Jetzt kann er nicht mehr nominiert werden. Scheinbar enthielt ,,Behind the Candelbra‘‘ zu viele homosexuelle Szenen für Hollywood. In Europa hingegen soll der Film im Sommer in die Kinos kommen.
Bilder: Facebook.de / Behind the Candelabra








