Marktgemeinde Seefeld-Kadolz

Seefeld 39
2062Seefeld-Kadolz

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Seefeld-Kadolz ist die älteste Marktgemeinde des Pulkautales, bereits 1108 als Markt bezeugt. Von den Kadolten gegründet, kam es Ende des 13. Jh. an die Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause der Zollern. Diese gaben 1292 Seefeld den Kuenringern als Lehen. Die Kuenringer bestimmten daher durch das weitere Mittelalter nicht nur die Geschicke Seefelds und der näheren Umgebung, sondern waren auch bis ins 15. Jahrhundert an der österreichischen Politik maßgebend beteiligt.

Die alte Feste Seefeld war wiederholt der Schauplatz wichtiger Ereignisse. 1336 - Mitte Juni belagerte König Johann von Böhmen während eines Einfalls in Österreich durch vier Wochen die Burg mit Mauerbrecher und Belagerungsmaschinen. Nach vierwöchiger Belagerung übergab Albero VII. die Burg, die er nach dem Friedensvertrag von Enns, am 9. Oktober 1336 wieder erhielt.

5.6.1348 fand hier eine Zusammenkunft zwischen Kaiser Karls IV. von Böhmen mit Herzog Albrecht II. wegen der Beilegung von Streitigkeiten und der Belehnung Österreichs mit dem Sohne des Herzogs statt. 21.5.1360 belehnte abermals Kaiser Karl IV. den Herzog Rudolf IV. mit dem habsburgischen Erbland Österreich.

1396, 1405 und 1406 wurde hier ein Vertrag zwischen den Marktgrafen Jost von Mähren und dem österreichischen Herzog auf die Dauer von fünf Jahren gegen den Böhmenkönig Wenzel geschlossen. 24.3.1421 belehnte Kaiser Sigismund seinen Schwiegersohn Herzog Albrecht V. mit dem Herzogtum Österreich. 1543 wurde hier im Schloss Florian von Kuenring ermordet.

Als am 9. Dezember 1594 Hans Lasla ohne männlichen Erben starb, erlosch mit ihm das Geschlecht der Kuenringer. Nach einigen Erbstreitigkeiten kaufte Graf Hans Wilhelm von Hardegg 1629 erst die Herrschaft Kadolz und 1662 Seefeld, welche bis heute im Besitz der Familie Hardegg ist.

Das Schloss Seefeld wurde anfangs des 18. Jh. auf den Grundmauern der alten Kuenenringerburg erbaut. In der Schlosskapelle befindet sich ein Deckenfresko aus der Maulbertsch-Schule. Die Pfarrkirche St. Anna wurde 1382 als Kapelle erstmals genannt und 1726-28 umgebaut. Sie enthält eine hervorragende barocke Orgel, die um ca. 1750 installiert wurde.

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